Entwicklungsstand und Roadmap
Development Status and Roadmap
Einleitung Introduction
Wir machen unseren Entwicklungsstand öffentlich nachvollziehbar. Der Grund ist einfach: In der Verteidigungsbeschaffung entscheidet nicht die beste Broschüre, sondern die belastbarste Aussage. Wer heute in ein System einsteigt, muss wissen, was bereits nachgewiesen ist, was in Erprobung steht und was noch Auslegung ist.
Deshalb finden Sie auf dieser Seite den Reifegrad jedes Subsystems getrennt, unsere Meilensteine mit Datum, den Nachweisplan und den Zulassungspfad. Und eine klare Kennzeichnung, welche Leistungswerte gemessen und welche berechnet sind.
EN
We make our development status publicly transparent. The reason is simple: In defense procurement, it’s not the best brochure that matters, but the most robust claim. Anyone entering a system today needs to know what has already been proven, what is currently being tested, and what is still in the design phase.
That’s why on this page you’ll find the maturity level of each subsystem listed separately, our milestones with dates, the validation plan, and the certification path. And a clear indication of which performance values have been measured and which have been calculated.
Reifegrad je Subsystem
Maturity Level by Subsystem
Wir bewerten nach der Technology-Readiness-Level-Skala (TRL 1–9). Der Systemreifegrad wird durch das jeweils niedrigste kritische Subsystem bestimmt — nicht durch das höchste.
Aerostat-Hülle und Auftriebskörper
Stand
[Auslegung abgeschlossen, Materialauswahl und Fügeverfahren im Labornachweis]
Nächster Nachweisschritt
(Fertigung Teilsegment, Druck- und Dichtigkeitsprüfung]
Tether: Aramid-Seil mit Energie- und Datenübertragung
Stand
[Auslegung 5 kW / 10 Gbit/s abgeschlossen, Komponenten am Markt verfügbar, Integration in Auslegung]
Nächster Nachweisschritt
[Prüfstandsversuch über volle Länge unter Last]
Bodensegment: Winde, Energieversorgung, Anker
Stand
[Konzeptauslegung, Zulieferauswahl läuft]
Nächster Nachweisschritt
[Funktionsmuster Winde mit Lastprofil]
Payload-Integration und Gondel-Schnittstelle
Stand
[Mechanische und elektrische Schnittstelle definiert, Quick-Change-Prinzip ausgelegt]
Nächster Nachweisschritt
[Funktionsmuster Wechselvorgang, Zielwert 15 Minuten]
Sensorik EO/IR und SAR
Stand
[Marktverfügbare Systeme, Auswahl getroffen, Integrationsanforderungen definiert]
Nächster Nachweisschritt
[Integrationsnachweis am Boden]
C-UAS-Detektion und Effektorik
Stand
[Integrationskonzept mit Drittanbietersystemen, keine Eigenentwicklung]
Nächster Nachweisschritt
[Schnittstellennachweis mit Partnersystem]
Autonome Flugeinheit (Free-Flight-Modus)
Stand
[Konzeptauslegung Antrieb und Energie, noch kein Funktionsmuster]
Nächster Nachweisschritt
[Auslegungsvalidierung, Antriebsprüfstand]
Führungs- und Auswertesoftware
Stand
[Architektur definiert, Bedienkonzept in Ausarbeitung]
Nächster Nachweisschritt
[Prototyp Bedienoberfläche]
Was bereits vorliegt
[Über drei Jahre Systementwicklung mit Anbindung an eine bayerische Hochschule]
[Vollständige Systemauslegung beider Varianten AXIOM ZA120 und ZA95 mit Massen-, Auftriebs- und Energiebilanz]
[Auslegungsrechnung Tether: Zugfestigkeit, Eigengewicht, Energieübertragung, Datenrate]
[Signaturbetrachtung akustisch, thermisch, radar — rechnerisch]
[Payload-Architektur mit vier Slots und definierten Schnittstellen]
[Betriebskonzept für gefesselten und freifliegenden Modus]
[Marktanalyse und Wettbewerbsvergleich zu Aerostat- und TUAS-Systemen]
[Wirtschaftlichkeitsrechnung Betriebsstunde gegen rotierende UAS-Flotte]
Nachweisplan
Wie wir Leistung nachweisen
How We Demonstrate Performance
Wir unterscheiden konsequent drei Arten von Angaben — auf allen Seiten dieser Website:
Berechnet
Auslegungswerte aus Systemrechnung und Simulation. Auf dieser Website mit [Auslegungswert] gekennzeichnet.
Gemessen
Werte aus Prüfstands- oder Flugversuch, mit Datum und Bedingungen. Nach Vorliegen mit [gemessen, Datum] gekennzeichnet.
Qualifiziert
Werte aus formaler Qualifikation gegen ein anerkanntes Prüfprogramm.
Aktuell sind sämtliche Leistungsangaben zu ZEPDRONE AXIOM berechnete Auslegungswerte. Wir sagen das ausdrücklich, weil es der Stand ist und weil Sie sich darauf verlassen können sollen, was wir behaupten.
Geplante Nachweise: [Prüfstandsversuch Tether · Dichtigkeit und Formstabilität Hülle · Lastversuch Winde · Wechselzeit Gondel · Standzeit im gefesselten Betrieb · Sensorreichweite unter definierten Sichtbedingungen · Verhalten bei Wind, Niederschlag und Vereisung · elektromagnetische Verträglichkeit].
Abschnitt 5 — Normen, Standards, Zulassung
H2: Standards und Zulassungspfad
Interoperabilität
Auslegung auf NATO-Standardisierungsvereinbarungen, insbesondere im Bereich Sensordatenformate, Datenlinks und Bodenkontrollstation-Schnittstellen. Ziel ist die Einbindung in bestehende Führungssysteme des Nutzers ohne Sonderentwicklung. Die konkreten STANAG-Referenzen legen wir im Capability Briefing offen.
Luftrecht und Betrieb
Als gefesseltes Luftfahrtgerät und als unbemanntes Luftfahrzeug unterliegt AXIOM je Betriebsart unterschiedlichen Regelwerken. Wir arbeiten den Zulassungs- und Betriebspfad entlang der EU-Drohnenverordnungen (VO 2019/945 und 2019/947) sowie der nationalen Vorgaben des LuftVG und der LuftVO aus, für den freifliegenden Modus über ein Risikobewertungsverfahren nach SORA. Militärische Nutzung erfolgt nach den Regelwerken des jeweiligen Nutzers.
Qualität und Fertigung
Angestrebt sind [Qualitätsmanagement nach EN 9100 für die Serienphase] sowie eine Lieferkette mit hohem europäischen Fertigungsanteil.
Außenwirtschaft
Anfragen und Lieferungen werden nach AWG, AWV, der EU-Dual-Use-Verordnung 2021/821 und, soweit anwendbar, dem Kriegswaffenkontrollgesetz geprüft.
Risiken
Wo die technischen Risiken liegen
Wetter und Windlast — Gefesselte Aerostaten sind windsensitiv. Wir begegnen dem über Hüllenauslegung, Tether-Dimensionierung, definierte Betriebsgrenzen und ein schnelles Bergungsverfahren.
Nachweis im Demonstratorversuch.
Verwundbarkeit des Tethers — Das Versorgungsseil ist ein physisches Ziel. Wir begegnen dem über Aramid-Festigkeit, reduzierte Sichtbarkeit, Betriebsverfahren und die Option des Wechsels in den freifliegenden Modus.
Sichtbarkeit einer stationären Plattform — Ein persistentes System ist auffindbar. Wir begegnen dem über Signaturreduktion, Höhenvariation und Positionswechsel im Rahmen der Verlegbarkeit.
Integrationsrisiko Free-Flight — Der freifliegende Modus ist das am wenigsten reife Subsystem. Er ist deshalb als Erweiterung geplant und hat sich als Priorität erwiesen. Die gefesselte Konfiguration ist eigenständig einsatzfähig.
Sie brauchen mehr Tiefe als eine Website hergibt.
Detaillierte Spezifikationen, Auslegungsrechnungen und der vollständige Nachweisplan sind Teil des vertraulichen Briefings.
Capability Briefing anfordern · Datenblatt anfragen